Hallo ihr Lieben! Vorab erstmal ein herzliches Dankeschön für so viel Zuspruch zu diesem Blog. Ich hatte ihn damals angefangen, um mich nach Ablauf einer Reise an all die tollen Highlights, Menschen und Orte zu erinnern und die jeweilige Route nachzuzeichnen. Den Link hatte ich dann mal ein paar Freunden und der Familie geschickt. Das mich, jetzt vor unseremSüdafrika-Abenteuer, so viele fragen ob wir wieder über unsere Erlebnisse schreiben, hat mich echt sehr gefreut. Schön dass ihr uns auf unserer Tour begleitet 🙂 Über Kommentare freuen wir uns übrigens sehr! 

Aber jetzt zur Sache: nachdem wir zuletzt die Algarve unsicher gemacht haben – wovon ich hier im Blog wegen akuter Schreibblokade garnicht geschrieben hatte – ist diesmal Südafrika dran. Gebucht haben wir den ganzen Spaß bei der großartigen Frau Badjie von AfricanWorld Touristik, die die Route gemeinsam mit uns geplant hat. Sicherlich kein leichtes Unterfangen bei all unseren Sonderwünschen 😉

Mit Condor nach Kapstadt

Am 31.01.17 ging es also endlich los. Mit dem ICE brausten wir nach Frankfurt am Main, wo wir um 21:55 Uhr eine Maschine der Ex-Lufthansa-Tochter Condor bestiegen. Wir waren echt gespannt was uns an Board erwarten würde, denn im Vorfeld hatten wir viele unterschiedliche Meinungen gehört. Die reichten von „Gut und günstig“ bis „katastrophal eng und schäbig“! Ein optimaler Nährboden für Flugschisserin Lydia sag ich euch 😉

Unerwartet frisch und hochwertig sah es dann an Board der 737-300 aus. Offenbar hat Condor, die inzwischen zum Thomas Cook Konzern gehört, ihre Flotte ordentlich aufgemöbelt. Das Interieur wirkte recht neu und das Entertainmentsystem vielversprechend. Nicht ganz unwichtig bei einem 11 Stunden Flug 😉 Enttäuschend das dann lediglich 2 Filme und 2 Folgen zweier Serien kostenlos gezeigt wurden. Premium Entertainment kostet 8€. Und das ist noch nicht alles: Im Vorfeld war ein simpler Online-Checkin zwar möglich, jedoch ohne Platzwahl. Die wird vom System ausgewürfelt. Es sei denn man zahlt „ab 24,95€“, dann darf man mitreden. Verstecke Kosten nennt man sowas gemeinhin.

Naja, wir hatten unser eigenes Entertainmentsystem und reichlich Lesestoff dabei. Damit machten wir es uns im zugelosten Mittelgang in einer 3er-Reihe „gemütlich“. Ernsthaft: die Sitze waren derart eng, dass ich max. 37 Minuten Halbschlaf abbekommen habe. Economy Class bei Condor ist echt ein Knochenjob sag ich euch. Daran änderte auch der kommunikative Silberrücken links von mir nichts, mit dessen Ellenbogen ich mehrfach Bekanntschaft machen durfte.

Sei’s drum. Die Flüge waren günstig, der Service top und der Rest letztlich erträglich. Und dann waren wir auch schon da. In Düsseldorf waren wir bei schlanken 5 Grad gestartet – hier empfingen uns wohlige 27 Grad und ein tief blauer Himmel. 

Erster Stop: Mietwagen abholen. Das dauerte leider seine Zeit, weil die nette, seeehr Gemüte Dame am Schalter unser Auto nicht finden konnte. Daraufhin musste sie uns mit einem Upgrade beglücken. Ich dachte schon „Yes, mit’m Mustang zum Kap!“ musste dann jedoch feststellen, dass man hier unter Upgrade einen Ford Fiesta 2016 mit Automatik versteht…

Mit diesem Schmukstück kölscher „Ingenieurskunst“ wuselten wir uns durch den quirligen Verkehr von Kapstadt, der nach Johannesburg zweitgrößten Stadt des Landes. 3,7 Mio. Menschen leben hier am Tafelberg – und offenbar haben alle ein Auto. Und eine sehr individuelle Meinung zum Thema Verkehrsregeln. Zum Beispiel habe ich bisher noch nicht verstanden, warum ich beim halten an einer roten Ampel angehupt werde und alle anderen einfach drüber fahren…

Portview Guesthouse und Waterfront

Nach ca. 30 Minuten erreichten wir das sehr zentrale Portview Guesthouse. Nach dem Checkin und eine kurzen Dusche machten wir uns auch sofort auf um die Stadt zu erkunden. Immerhin sind wir nur 4 Tage hier bevor es weiter Richtung Osten geht – und die wollen ausgekostet werden.

Zu Fuß ging es in etwa 15 Minuten zur berühmten Victoria & Alfred Waterfront. Dieser revitalisierte Hafenbereich bietet unzählige Läden und Resraurants, die teils in historische Hafenanlagen gebaut wurden. Dazwischen Cafés und Künstler und in Sichtweite das Meer. Großartig! Die Auswahl an Leckereien ist zudem legendär. Man bekommt hier so ziemlich alles was man so will, sollte dafür jedoch Zeit mitbringen. Die Kapstädter sind ein außerordentlich relaxtes Völkchen, an deren „Tempo“ sich der gestresste deutsche Arbeitnehmer erst mal gewöhnen muss 😉

Nach einer ordentlichen Stärkung bei Mugg & Beans (ein origineller „Ich hab alles was dir schmeckt für gaaanz wenig“ Restaurant) begaben wir uns auf Verpflegungssuche für den Abend. Aufgabe: guten, regionalen Wein finden, dazu etwas Brot und was Süßes. Fündig wurden wir bei der Bäckerei Vovo Telo und dem benachbarten Weinfachhandel, deren Empfehlung ich mir gerade gönne 😉 Dazu gibt’s noch etwas Beef Billong (Danke für den Tipp Alex!). Himmlisch.

Sunset am Signal Hill

Im Anschluss ging es zum Signal Hill, einem dem Tafelberg vorgelagerten Berg, von dem man einen grandiosen Blick über Kapstadt hat. Hier wollten wir den Sonnenuntergang genießen und ein paar schicke Sunset-Fotos mit dem Stativ machen, das Martin&Cora uns netter Weise geliehen haben. Leider hatten aufziehende Wolken was dagegen, so dass sich die Ergebnisse in Grenzen halten. Trotzdem war es großartig. Mehr als 500 Leute saßen mit Picknick-Körben und Wein bewaffnet auf dem Gipfel und blickten auf den Horizont. Friedlich, nett und aus allen Ecken der Welt. Es kann doch so einfach sein Leute!

Nun sitzen wir auf unseren Balkon, genießen den lauern Sommerabend und planen den morgigen Tag. Es soll zum Kap der guten Hoffnung gehen, zu Strand-Pinguinen und durch eine wahnsinnug schöne Landschaft…

5 Kommentare

  1. Wow! Das klingt wirklich schon mal nach nem perfekten Start in euren Urlaub (klammern wir einfach mal den Flug aus) 😉
    Ich hoffe du bewahrst alle geleerten Weinflaschen auf und machst zum Schluss des Urlaubs (nein, an den wird jetzt noch nicht dran gedacht!) ein Gesamtbild eurer Weinvernichtung (inkl. Nennung der Top3 hier im Blog) 😉
    Lg und weiterhin viel Spaß und eine sichere Reise euch beiden!

  2. Hi, bin froh, dass Ihr gut gelandet seit. Toll, dass Du Dir so viel Zeit zum Schreiben nimmst. Hoffentlich hält die Schreiblust an, so können wir alles mitverfolgen. – Genießt die Zeit!!!

  3. Yeah, das klingt doch nach einem super Auftakt! So kann’s doch weitergehen!
    Sofern sich das logistisch einrichten lässt, würde ich mich übrigens für so ein paar kleine unterschiedliche Pakete Biltong und vielleicht auch einmal Drywors interessieren. Falls nicht, einfach ein paar weniger. ;o)

  4. Oh Mann, die arme Lydia!! Aber wahrscheinlich war sie dank der ‚Sch…egal -Pillchen‘ sogar noch viel entspannter als du mit dem Ellebogen jnd Silberrücken? Und ich musste extrem schmunzeln bei der Vorstellung, wie du als Einziger an der roten Ampel stehst und die Welt nicht mehr verstehst… Ich wünsche euch eine wirklich tolle Zeit mit ganz vielen unvergesslich schönen Eindrücken!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.