Nachdem wir uns gestern genüsslich in dem erwähnten kleinen Restaurant die Bäuche vollgeschlagen hatten, machten wir einen Verdauungsspaziergang an der Fjord-Prommenade von Oslo und gelangten so zur Aker Brygge und dem beeindruckenden neuen Stadtteil Tjuvholen. Die Norweger scheinen hier massiv in moderne Architektur zu investieren und lassen bis 2013 direkt am Fjord zig Prachtbauten aus dem Boden schießen. Der Düsseldorfer würde es gern mit dem Medienhafen vergleichen, doch regiert in Oslo definitiv das dickere Portemonaie.

Tjuvholen

Tjuvholen ist etwa doppelt so groß wie der Medienhafen in Düsseldorf und sympathisch abwechslungsreich strukturiert. Anspruchsvolle Gastronomie wechselt sich mit Wohnraum (ca. 40%) und Büroflächen (ca. 50%) ab. Das belebt das neue Viertel enorm, auch wenn die integrierten Wasserstraßen mit den Prachtyachten, die exklusive Architektur, die zig Springbrunnen an allen Ecken, die blankgeputzten neuen Straßen und die teils unbezahlbaren Restaurants das ganze Konstrukt wie ein gigantisches Luxuspuppenhaus wirken lassen. Wir gönnten uns ein Bier und ein Cider (für umgerechnet schlanke 20 Euro) und staunten über die vorbeiziehende Upperclass Oslos. Danach ging’s per Bus&Bahn (dank Tagesticket preislich echt mal fair) zurück zum Campingplatz.

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Das moderne Viertel Tjuvholen in Oslo

Vikingskipshuset – die Schiffe der Wikinger

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Der reich verzierte Bug des Osebergschiffs im Vikingskipshuset in Oslo

Heute gönnten wir uns dann erstmal einen ganzen Morgen AUSSCHLAFEN, bevor es gegen Mittag wieder in die Osloer City ging. Erstes Ziel war heute das Vikingskipshuset, zu deutsch das Wikingerschiffhaus, wo die drei am besten erhaltenen Schiffe aus der Wikingerzeit und zahllose andere Fundstücke zu sehen sind. Die Ausstellung ist wirklich empfehlenswert! Unter anderem kann man das Osebergschiff von 820 und das Gokstad-Schiff von 890 bewundern, die beide in voller Pracht in den Museumshallen stehen. Die Schiffe waren Grabbeigaben für beduetende Wikingerhäuptlinge und wurden mit vielen anderen erstaunlich gut erhaltenen Gegenständen, die meisten aus Holz, in der kirchenähnliche Anlage auf der Museumsinsel Byedøy ausgestellt. Hier bekommt man wirklich mal einen hervorragenden Überblick über das Leben der Nordmänner.

Skandinavisches Design und DOGA

Danach ging’s per Fähre, die hier übrigens wie Bus und Bahn zum öffentlichen Nahverkehr gehört und so mit unserer Tageskarte kostenlos befahren werden kann, zurück ins Zentrum und dort in den ein oder anderen Design-Laden. Wir ergatterten ein paar orginal skandinavische Design-Schnäppchen und wollten dann weiter zum DOGA ziehen, dem Design and Architecture Museum of Norway. Laut Touri-Info sollte es heute bis 20 Uhr geöffnet haben. Umso enttäuschter waren wir, als wir nach langem Anfahrtsweg vor verschlossenen Türen standen. Laut Aushang schließt man nun um 17 Uhr, weil Sommerzeit. Das sollte auch mal jemand denen von der Stadt mitteilen. Sei’s drum, wir versuchen es morgen erneut!

Wir werden noch ein bisschen durch die Innenstadt tingeln und dann ins Bett gehen. Morgen steht Oslo Part III auf dem Programm und da wollen wir etwas früher los als heute. Man weiß ja nie wann die Läden hier wirklich zu machen.

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