In ganz Westaustralien leben gut 2,5 Millionen Menschen. Davon im Großraum Perth etwa 1,7 Millionen – Tendenz stark steigend. Kein Wunder also, dass sich in der einzigen Metropole an der Westküste, so einige Besonderheiten tummeln. Hier hat sich ein bunter Schmelztiegel der unterschiedlichsten Nationen und Kulturen gebildet – und alle haben ihre Spezialitäten mitgebracht. Das merkt man insbesondere bei den zahllosen Imbissen in der Innenstadt. So ziemlich jedes Land Asiens ist vertreten, dazu Perser, Libanesen oder afrikanische Restaurants. Besonders beliebt sind italienische Läden. Insgesamt gilt die europäische Küche hier als chick. Und das hat seinen Preis, wie wir feststellen durften.

Skyline von Perth
Die Skyline von Perth mit ihren zahlreichen Skyscrapern

Nachdem wir unseren Camper am Vormittag nahe dem Airport abgegeben und danach im Ibis Hotel in der Innenstadt eingecheckt hatten, erkundeten wir Perth zu Fuß. Über Murray und Haye Street ging es am Swan River zum „Bell Tower„, einem komischen, modernen Türmchen aus Glas und Stahl, dass als Big Ben von Perth angepriesen wird, aber diesem Vergleich nicht mal ansatzweise gerecht wird. Dafür findet man am Fähr-Hafen daneben mehrere nette Bars. Wir setzten uns in „The Lucky Shag Waterfront Bar“ und genossen das tolle Wetter bei ein paar Pale Ale von James Squire, dem lokalen Bierbrau-Guru. Danach schlenderten wir durch die Straßen und kauften letzte Souveniers.

Auf der Suche nach dem passenden Restaurant

In australischen Restaurants essen zu gehen ist ein teurer Spaß – das wussten wir bereits. Schon für einen Burger oder eine 08/15 Portion Fish’n’Chips muss man hier gut und gerne 25 $ berappen. Bei „a la carte Restaurants“ ist es mindestens das Doppelte. Bei unseren bisherigen Restaurantbesuchen bekamen wir aber auch was für’s Geld. Heute, an unserem letzten Abend in Australien, war das leider etwas anders.

Seit 19:00 Uhr stiefelten wir rund um die Murray Street durch die Straßen und kleine Gassen, um etwas Passendes zu finden. Ein Steakhouse sollte es sein, doch die uns empfohlenen Läden lagen allesamt jenseits der 100$ Marke – pro Person wohlgemerkt. Da uns auch die empfohlene App „Urbanspoon“ nicht das gewünschte Ergebnis brachte (entweder waren die Läden zu weit weg oder hatten zu), mussten wir auf eigene Faust suchen. Nach gut 20 Läden entschieden wir uns für „Tony Roma’s“ Restaurant. Wir fanden einen Platz in der praktikabel eingerichteten Location an der feinen Haye Street und entschieden uns für australisches Beef (New York Cut und Filet). Schon nach ca. 10 Minuten kam unsere Bestellung, war in Sachen Menge allerdings deutlich überschaubarer als gedacht. Für die beiden kleinen Portionen mussten wir gut 90 $ zahlen. Satt waren wir danach allerdings nicht. Also machten wir uns auf die Suche nach belgischen Waffeln. Die gibt es hier in unverschämt großen Portionen mit Eis und allerlei Obst. Da unter der Woche in Perth aber offensichtlich ab 21 Uhr die Bordsteine hochgeklappt und die Küchen runtergefahren werden, war kein passendes Dessert mehr aufzutreiben. Echt schade. Auf dem Heimweg kamen wir dann noch an einem kleinen, sympathischen Laden (Local Shack oder so ähnlich) vorbei, der draußen ein Schild aufgestellt hatte: Today’s Special Deal: 250g Rumpsteak + Chips 15 $. Somit hätte ich hier zwei Portionen essen können und wäre immer noch günstiger weggekommen als bei Tony Roma. Und schlechter sah es da nicht aus. Grrrrr…

Wir versuchen jetzt noch ein paar Stunden Schlaf abzubekommen, bevor es morgen früh um 6 Uhr wieder über Dubai in die Heimat geht.

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